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schluck

plötzlichgehtallessoschnelldasbinichgarnichtgewöhntvonmir
27.7.07 01:28


- bist du wienerin?
- warte mal... ist das ein tattoo da quer über dein auge?
- ja; bist du wienerin?
- ja... cool. sowas hab ich noch nie gesehen.
- du bist schon immer aus wien, so seit ganz lange?
- seit ich mich erinnern kann, warum?
- du hast so fröhliche augen.
- was?
- ja, das sieht man nicht oft hier.
10.7.07 01:35


sommergrippe

nicht schlecht, wieviel eitrigen rotz meine nase produzieren kann, wenn sie's mal drauf anlegt. lieber körper, es ist juli! sommer! sonnenschein! reiß dich zusammen, ich will raus und feiern.
schließlich hab ich's nicht mehr ausgehalten und mein krankenbett auf der suche nach nachschub an lektüre und keksen verlassen, aber das hat sich recht bald als fehler herausgestellt: in meinem delirium erst in einen silbernen kombi gefahren, dann in eine, äh, demonstration, die zwar keinerlei inhaltliche orientierung erkennen ließ, dafür aber die übelste musik auf gottes erdboden durch ihre soundsysteme direkt auf mein armes zentralnervensystem jagte. puuh. doch froh, mich wieder in meiner froschbettwäsche verkriechen zu können.
8.7.07 00:09


5.7.07 08:49


an dem tag, für den wir unser erstes treffen nach dem langen frostigen schweigen geplant hatten, starb plötzlich die pflanze, die sie mir geschenkt hatte. ich stand gerade da mit dem telephon in der hand, um einen treffpunkt auszumachen, da hörte ich hinter mir ein leises knacken, und dann sank das letzte der langen blätter auf den danebenstehenden blumentopf hinab. ein paar tropfen blassen pflanzenbluts quollen aus der stelle, an der es abgebrochen war, es seufzte leise, und das war's.
als sie dann kam, stand mein kaffee gerade am herd, und weil sie nicht raufkommen und mir beim aufwachen zuschauen wollte, nahm ich die kaffeetasse kurzerhand mit. sie lachte, als sie mich so sah - das wertete ich schon mal als gutes zeichen - und ich bemühte mich, unterm gehen möglichst wenig zu verschütten. sie sah gut aus und erzählte mir, während ich vorsichtig trank und rauchte, von ihrem letzten wochenende. die worte "nett" und "lustig" kamen oft vor, und ich dachte, dass dann ja alles so schlimm nicht sein könnte und wir eigentlich mehr gemeinsam hatten, als wir uns eingestehen wollten. aber das sagte ich nicht, denn sie war da offenbar ziemlich anderer meinung. wir gingen durch den leeren park und setzten uns auf eine bank, die dort irgendwo stand, und ich versuchte zu verstehen, was es war, das sie so an mir enttäuschte, aber ich kam nicht dahinter. weiber, wollte ich abfällig denken, aber auch das klappte nicht so richtig.
5.7.07 00:30


life: the movie

es ist ja so: die, die die geschichte erzählen, sind immer die gemäßigten, die etwas ruhigeren, zurückhaltenderen, vernünftigeren. der leser oder zuschauer will sich schließlich von seinesgleichen durch die verwirrende handlung geführt wissen. und am ende steigen die, die die geschichte erzählen, auch besser aus - auf der sicheren seite, wenngleich manchmal nur knapp entkommen, mit dem passenderen partner, der vernünftigeren lösung, während die eigentlichen helden, die wir insgeheim bewundern für ihre wildheit und kompromisslosigkeit, von der geschichte und ihrem eigenen ruhelosen wesen verzehrt werden. deshalb werden geschichten nur von außen erzählt, von den etwas schüchternen typen, die den ganzen abend in der ecke sitzen und zuschauen. von dort werfen sie dann den beiden mädchen mit den roten lippen und schweren lidern lange blicke zu, die diese kaum bemerken, oder klopfen dem mann in ihrer mitte im vorübergehen auf die schulter - anerkennend, so hoffen sie, nicht neidisch, aber jedenfalls in seiner nähe, denn vielleicht kommen sie ja noch dahinter, wie der es geschafft hat, sich in dieses geflecht aus knien, händen und getränken hineinzumanövrieren. jetzt küssen die mädchen einander, und er steht auf und tanzt für sie. es fällt schwer, da nicht hinzuschauen, aber ein kurzer blick in die runde bestätigt dir, dass es allen so geht, und die drei bemerken es entweder nicht oder genießen es auch noch.
3.7.07 11:34


take this longing from my tongue

dort in dem wartehäuschen sitzt ein sandler mit seinen sackln und wachem gesicht. bleib stehen, setz dich zu ihm, teil dir deinen restlichen wein mit ihm und lass dir was von ihm erzählen.

fünf frisbees segeln durch die dämmerung, von sechs oder sieben namen begleitet. eine fragt nach dem mond, und die anderen beginnen zu suchen, aber da ist der große baum im weg, und deswegen sehen sie ihn nicht. aber du, du findest ihn schließlich, er ist dunkelgelb und hängt noch tief zwischen den wolken, und er echot: ein wirkliches, ein zu vermeidendes: und meiden will ich's wohl.
dann ist der hof voller menschen, die sich dekorativ zwischen den noch kaum behauenen steinblöcken verteilt haben und bier aus zu kleinen flaschen trinken. alle haben sie sich wohl überlegt, was sie angezogen haben; die spitzen roten herrenschuhe, die pinke selbstbemalte brille, die asymmetrischen haarschnitte. und deshalb dürfen sie auch, ja sie müssen nachgerade so schauen. zum dritten mal an diesem tag wirst du genötigt, über kunst zu sprechen, und kannst dir schon kaum mehr einen abstrakteren begriff vorstellen, aber man versichert dir, dass es als kompliment zu verstehen gewesen sei, dass du wirkest, als hättest du bereits freie kunst studiert.
dann sind da die vier sehr dünnen frauen, die zum abschluss eine sehr dünne version von "i wanna be your dog" zum besten geben; du siehst ein, zwei bekannte gesichter, aber keines, das dir etwas bedeutet, und dann auf die uhr. du nimmst einen schluck wein und fährst an dem sandler in seinem kleinen lichtquader vorbei.
sing.
lauter.
nicht jetzt die ganze schokolade auf einmal essen.

jetzt kannst du erzählen, du warst auf drei lässigen parties, und du mußt ja nicht dazusagen, dass das einzige, was dich heute gefreut hat, das schiefe grinsen eines vollkommen fremden war, im vorübergehen.
30.6.07 02:53


ich weiß nicht, wie das gemeint war, aber es hat schön geklungen.
27.6.07 01:42


now why so sad!

jaaa, das gypsy punk rezept geht natürlich auch hier auf, seien die schilder, auf denen TREND und HYPE steht noch so groß. allein schon wegen seines outfits werde ich zum gogol bordello fan (jack sparrow schau oba)!
außerdem ist es auf jeden fall lustiger, alleine durchs zimmer zu hopsen, als alleine weintrauben zu schälen :D

25.6.07 18:09


party partisani

es war schön gestern. die fahrt zur donauinsel in der spätnachmittagssonne, das stundenlange tanzen (seitenstechen wird einfach ignoriert), später nur noch zu zweit in einem kleinen raum mit barock/orientalischer einrichtung sitzen und den hippies zuhören und plaudern.


und zwischendurch allein mit betty am hochstrahlbrunnen: hier könnten wir übernachten, sagt sie, hier ist es angenehm. und ich schaue sie an und den brunnen und die vereinzelten fußgänger, die irgendwo drüben vorbeigehen, und dann singt sie leise:
sie alle sind da und sie schaffen es auch,
sich die zeit irgendwie zu vertreiben
sie alle sind da, nur du nicht,
die ich bitten würde zu bleiben.
25.6.07 14:31


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